Geschützt: Gutachten

23. Juni 2005

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Sollbruchstellen?

08. Juni 2005

Gerissene Sollbruchstelle – © Martin SpeisKurz nach meinem Unfall am 29. Mai 2005 wurde im DHV-Forum sehr kontrovers über Pro und Kontra von Sollbruchstellen diskutiert.

Thomas Gietl hat folgende Fragen an den DHV gestellt:

  • Ist eine ßnderung in Sachen Sollbruchstelle geplant?
  • Was könnte man tun um eine ßnderung herbeizuführen die die Auflage zur Verwendung von kleinen Sollbruchstellen beim Mono-Schlepp oder Sollbruchstellen im Allgemeinen kippt?
  • Gibt es eine ßbersicht über Unfälle in Verbindung mit gerissenen Sollbruchställen als Ursache?
  • Gibt es eine ßbersicht darüber, wieviele Unfälle in etwa durch gerissene Sollbruchstellen vermieden werden konnten?
  • Wie sieht augenblicklich die Rechtssituation bei Verwendung von 200er Sollbruchstellen beim Mono-Schlepp im Falle eines Schlepp-Unfalles aus?

Horst Barthelmes hat am 08. Juni 2005 im DHV-Forum auf diese Fragen geantwortet:

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Für die Ausbildung(Einweisung) von Windenführern und die Tätigkeit von einweisungsberechtigten Windenführern (EWF) sowie für Fluglehrer, gelten die „Windenführer-Bestimmungen“ (PDF-Dokument; 42 Seiten; 1,18 MB), herausgegeben vom Deutschen Hängegleiterverband e.V. (DHV).

Auszug aus den „Windenführer-Bestimmungen“ (Stand 03/05):

(…)

3.12 Der „Kavalierstart“

ist eine gefährliche und unerwünschte Startmethode, bei welcher der Pilot vor Beginn seines eigentlichen Startlaufes schon ungewollt fliegt. Bei dieser Art des Startens, wird der Pilot mit voller Zugkraft katapultartig beschleunigt und in der Startphase gewaltsam nach vorne gerissen. Der Kavalierstart ist meist auf ein Fehlverhalten des Windenführers zurück zu führen. Aber auch (lauffaule) Piloten können durch einen zu großen Anstellwinkel direkt nach dem Abheben in einen steilen Steigflug kommen, wenn der Windenführer die Zugkraft nicht richtig einsetzt, d. h., den Sicherheitsstart nicht korrekt durchführt. Reißt in dieser Situation das Schleppseil, kann es zu einem Strömungsabriss mit all seinen Folgen kommen. Die Abfanghöhe eines Hängegleiters liegt z.B. bei ca. 20 – 50 m und mehr!

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FFN-Winde gegroundet

02. Juni 2005

Heute wurde die Schleppwinde der Fliegerfreunde Niederrhein e.V. von dem Windenbeauftragten des DHV, Horst Barthelmes, untersucht. Als Ergebniss der Untersuchung wurde folgendes festgestellt:

  • Obwohl die Winde noch kein Jahr alt ist, befindet sie sich in einem äußerlich miserablen Zustand.
  • Das gemessene Auslösemomente liegen bei einer eingestellten Zugkraft von 80 kg bei 118 kg (Sollwert max. 100 kg) und bei einer eingestellten Zugkraft von 100 kg bei 142 kg (Sollwert max. 120 kg).
  • Bei einer eingestellten Zugkraft von 100 kg liegt das Auslösemoment im Toleranzbereich der Sollbruchstelle (150 kg ± 10 kg).
  • Die Zugkraft zum Auslösen der Kappvorrichtung liegt mit 21 kg deutlich über dem zuläßigen Wert von maximal 7 kg.

Die Winde der Fliegerfreunde Niederrhein e.V. (FFN) wurde aufgrund dieser Mängel bis auf weiteres stillgelegt.

In der Lokalausgabe Moers der NRZ erschien heute folgender Artikel:

Neukirchen-Vluyn. Beim Start war am Wochenende ein 44-jähriger Rheurdter an der Gartenstraße in Neukirchen mit seinem Gleitschirm abgestürzt (wir berichteten).

ßber die genaue Unfallursache ist nichts bekannt. Ursprünglich hatte es geheißen, das Schleppseil sei gerissen. Andere Meldungen sprechen von ungünstigen Windbedingungen während des Starts. Die Polizei wollte gestern der Redaktion beides nicht bestätigen. Der Gleitschirm wurde sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an. Der Gleitschirmflieger wurde schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Lebensgefahr besteht jedoch nicht. (Hm.)

Gleitflieger hatte Glück – © Rheinischen PostUnter dieser Headline erschien heute im Lokalteil „Der Grafschafter“ der Rheinischen Post folgender halbseitiger Artikel:

Der 44-Jährige aus Rheurdt erlitt beim Absturz am Sonntagabend nur einen Unterarmbruch. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls aufgenommen. Verein: Eine einmalige Kombination seltener Umstände.

Von Ulrich Joppich und Sabine Hannemann

Neukirchen-Vluyn Zwei dicke Rucksäcke mit Gleitschirmen lagen gestern auf dem Fußboden in der Polizeiwache Neukirchen-Vluyn. Es handelt sich um Flugschirme des 44-jährigen Rheurdters, der am Sonntagabend um 18.45 Uhr auf dem Schleppgelände der „Revierwings“ an der Gartenstraße in Neukirchen-Vluyn aus etwa 60 Metern Höhe abgestürzt ist (RP berichtete).

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