Hochsommer in Sevelen

19. August 2009

Der erste Start mit dem Aircross U Sport :: © Matthias Klinger

Wir bitten alle Fahrgäste die Verspätung zu entschuldigen.

Ich versuche ruhig zu bleiben. Der Zug mit dem ich um kurz nach zwölf von Düsseldorf nach Kerken fahren wollte, war schon ausgefallen. „Ruhig bleiben!“ 40 Minuten später fuhr der nächste Regionalexpress ein. Natürlich verspätet und nur zwei Zugeinheiten. „Reg dich nicht auf!“ Vollgepfropft mit schwitzenden Menschen ging es Richtung Krefeld, wo der Zug nochmal 20 Minuten auf Streckenfreigabe Richtung Kempen wartete. GRrrrrrrrrr!

So kam ich erst um 14:30 Uhr auf dem Schleppgelände Sevelen an. Stefan und Marek hatten den Schleppbetrieb schon am Vormittag aufgenommen und mittlerweile waren gut 15 Piloten am Startplatz. Zum Glück war noch keiner auf die Idee gekommen eine Helmreihe zu organisieren. Matthias und Stefan waren gerade gestartet und suchten gemeinsam über Sevelen nach Thermik. 15 Minuten späten hingen die beiden auf gut 1.000 m unter einer Wolke auf der Südseite des Geländes.

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Die Sieger der German Flatlands 2009: Hagen Walter, Gaby Urban, Ralf Kopp, Robert Bernat, Uwe Tillmann, Rene Pauly und Florian Maiwald (v.l.n.r) :: © Martin SpeisGerman Flatlands 2009

1. Robert Bernat (Aircross U4)
2. Rene Pauly (Advance Omega)
3. Florian Maiwald (UP Trango 3)

Beste Dame:
Gaby Urban (Nova Mentor)

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Heute erwarteten alle einen Hammertag in Altes Lager: gute bis sehr gute Cumulustermik und ein 20er Wind aus SO. Zum ersten Mal wurde bei den German Flatlands einen Task mit über 100 km ausgeschrieben. Der 4. Task ging über 106 km von Altes Lager (SS r = 5.000 m) Richtung NW nach Stendal (ES r = 8.000 m). Der Startzeit wurde auf 12:00 Uhr gelegt.

Drei Piloten werden parallel unter die Cirren geschleppt © Martin SpeisAm Anfang wurde das Gelände von einem großen Cirrenfeld abge­schirmt. Die ersten Piloten landeten – trotz Ausklinkhöhen von über 700 m – nach kurzer Zeit wieder am Startplatz. Ralf Kopp versuchte erst gar nicht über Altes Lager Höhe zu machen, sondern flog direkt Rich­tung Westen ab. Er hatte sich heute was ganz Großes vorgenommen. Auf unserer Schleppstrecke Nord startete in der nächsten Stunde keiner.
Die Locals warteten ab, bis die Cirren weniger wurden und die Bärte langsam anfingen zu ziehen.

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Theo mit seinem "neuen" Aircross Usport © Martin SpeisBlauer Himmel über Altes Lager. Aufgrund der vorhergesagten geringen bis mäßigen Thermik und einer niedrigen Basis entschieden sich die Tasksetter für eine keiner Aufgabe. Der 3. Task geht über 60 km von Altes Lager (SS r = 5.000 m) Richtung Westen nach Barby (ES r = 15.000 m). Als Zielort wurde ein großes Feld südöstlich von Zerbst gewählt.

Im Gegensatz zu gestern stand heute der Wind frontal auf der Schleppstrecke und die Starts auf allen drei Startplätzen klappten nahezu reibungslos. Den meisten Piloten genügte heute ein Start um in der zuverlässigen Thermik eine gute Abflughöhe zu erreichen. Nach kurzer Zeit bildete sich ein erster Pulk auf der SW-Seite des Geländes die gemeinsam auf 1.400 m aufdrehten.

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Theo startet auf der 1.800 m langen Nord-Schleppstrecke © Martin SpeisDie heutige Aufgabe ging über 77,2 km von Altes Lager (SS r = 5.000 m) Richtung WSW nach Köthen (ES r = 5.000 m). Der Startzeit wurde auf 12:30 Uhr gelegt. Die Wetter­vorhersagen prognostizierten schwachen Wind aus NO und gute Thermik. Auf die Frage wie man denn am besten und schnellsten ins Ziel kommt, wurde folgende Antwort gegeben:

Erfahrungsgemäß geht es thermisch auf der Nordseite der Elbe wesentlich besser als auf der Südseite. Dort gibt es ausgedehnte Feuchtgebiete.

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Der Flug von Jaroslaw Suchorski am 05.08.2009 © DHV XC Flying ContestJaroslaw Suchorski hat heute vom Schleppgelände Sevelen einen 25,3 km flaches Dreieck Richtung Geldern geflogen.

Hier ist sein Bericht:

Das Fliegen bei Blauthermik ist für große Strecken und Aufgaben nicht unbedingt geeignet, weil man die Bärte nicht sieht und auch nicht so schnell fliegen kann, wie von Wolke zu Wolke – dennoch mag ich diese Thermikart.

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