Die Kategorie „Flugbetrieb“

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Flugbetrieb und Sicherheit

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Startabbruch beim Windenschlepp – © Martin SpeisIm letzten Jahr haben sich mehrer Unfälle beim Windenschlepp von Gleitschirmen ereignet, die auf ein Fehlverhalten des Windenführers zurückgeführt werden konnten.

Horst Barthelmes vom DHV-Schleppbüro ist sich sicher, dass diese Unfälle vermeidbar gewesen wären, wenn die Verfahrensanweisungen für das „Verhalten beim Sackflug“ und beim Kommando „Halt Stopp!“ eingehalten worden wären:

So wurden mindestens drei Unfälle verursacht, bei denen der Windenführer beim Kommando: „Halt Stopp!“ „Halt Stopp!“ „Halt Stopp!“, schlagartig den Fahrhebel losließ. Die im Sackflug befindlichen Piloten stürzten daraufhin aus ca. 10 m Höhe ohne Seilzugunterstützung ab und verletzten sich zum Teil schwer.

Dabei hätten diese Unfälle mit großer Wahrscheinlichkeit vermieden werden können, wenn der Windenführer beim Kommando „Halt Stopp!“ den Schleppvorgang, wie in den Windenführer-Bestimmungen gefordert wird, nicht abrupt abgebrochen hätte. Richtig wäre es gewesen, wenn der Sackflugpilot in Bodennähe (alle Unfälle geschahen in ca. 10 m GND) unter Zugkraft bis zum Boden geschleppt und „gelandet“ worden wären.

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Der Startleiter - zentrale Funktion für einen geregelten Windenschleppbetrieb – © Martin SpeisBeim Windenschleppbetrieb ist grundsätzlich ein Startleiter vorgeschrieben.

Aber wer kann Startleiter werden? Was sind die Aufgaben des Startleiters beim Windenschlepp? Was benötigt er zur Ausübung der Startleitertätigkeit?

Horst Barthelmes vom DHV-Schleppbüro gibt kompetente Antworten auf diese Fragen:

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Dynamischer Windenstart – © Martina DrozdowskiRolf Ebeling – Beauftragter für Luftsicherheit beim GleitSegelClub Weser e.V. – hat einen Sicherheits-Check für Windenschleppvereine zusammengestellt. Piloten, Startleiter und Windenführer bekommen eine ausführliche Sicherheitseinweisung – in Form eines Fragenkataloges – für die anstehende Flugsaison mit auf den Weg. Lesebefehl!

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Beim „Nachweis der fliegerischen ßbung“ (Checkflug) hat sich für deutsche Piloten eine wichtige ßnderung (Erleichterung) ergeben:

Künftig kann jeder Inhaber des Luftfahrerscheins für sich wählen, ob er als „Nachweis der fliegerischen ßbung“ ein Flugbuch führt oder lieber alle 3 Jahre einen ßberprüfungsflug machen will.

Eine deutliche Erleichterung für uns Piloten und ein erster Schritt zur Entbürokratisierung. Mal sehen ob neben dem klassischen „Flugbuch“ auch Alternativen wie der OLC zugelassen werden.

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Sollbruchstellen?

08. Juni 2005

Gerissene Sollbruchstelle – © Martin SpeisKurz nach meinem Unfall am 29. Mai 2005 wurde im DHV-Forum sehr kontrovers über Pro und Kontra von Sollbruchstellen diskutiert.

Thomas Gietl hat folgende Fragen an den DHV gestellt:

  • Ist eine ßnderung in Sachen Sollbruchstelle geplant?
  • Was könnte man tun um eine ßnderung herbeizuführen die die Auflage zur Verwendung von kleinen Sollbruchstellen beim Mono-Schlepp oder Sollbruchstellen im Allgemeinen kippt?
  • Gibt es eine ßbersicht über Unfälle in Verbindung mit gerissenen Sollbruchställen als Ursache?
  • Gibt es eine ßbersicht darüber, wieviele Unfälle in etwa durch gerissene Sollbruchstellen vermieden werden konnten?
  • Wie sieht augenblicklich die Rechtssituation bei Verwendung von 200er Sollbruchstellen beim Mono-Schlepp im Falle eines Schlepp-Unfalles aus?

Horst Barthelmes hat am 08. Juni 2005 im DHV-Forum auf diese Fragen geantwortet:

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Für die Ausbildung(Einweisung) von Windenführern und die Tätigkeit von einweisungsberechtigten Windenführern (EWF) sowie für Fluglehrer, gelten die „Windenführer-Bestimmungen“ (PDF-Dokument; 42 Seiten; 1,18 MB), herausgegeben vom Deutschen Hängegleiterverband e.V. (DHV).

Auszug aus den „Windenführer-Bestimmungen“ (Stand 03/05):

(…)

3.12 Der „Kavalierstart“

ist eine gefährliche und unerwünschte Startmethode, bei welcher der Pilot vor Beginn seines eigentlichen Startlaufes schon ungewollt fliegt. Bei dieser Art des Startens, wird der Pilot mit voller Zugkraft katapultartig beschleunigt und in der Startphase gewaltsam nach vorne gerissen. Der Kavalierstart ist meist auf ein Fehlverhalten des Windenführers zurück zu führen. Aber auch (lauffaule) Piloten können durch einen zu großen Anstellwinkel direkt nach dem Abheben in einen steilen Steigflug kommen, wenn der Windenführer die Zugkraft nicht richtig einsetzt, d. h., den Sicherheitsstart nicht korrekt durchführt. Reißt in dieser Situation das Schleppseil, kann es zu einem Strömungsabriss mit all seinen Folgen kommen. Die Abfanghöhe eines Hängegleiters liegt z.B. bei ca. 20 – 50 m und mehr!

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