“Staaaaart” … Holger legte mit seinem neuen Aircross U6² einen sauberen Start hin. Ich konnte ihn direkt in eine Thermik rein schleppen.
Während Holger sich kontinuierlich höher kurbelte, löste mich Max auf der Gleitzeit-Winde ab. Danke
. Damit hatte ich noch eine Chance die gute Phase zu nutzen. Als ich startete, befand sich Holger schon auf gut 600 m. Ich klinkte auf 300 m aus und suchte über dem Schleppgelände nach brauchbarer Thermik – leider ohne Erfog! Als ich schon hinter der Baumreihe am Weststartplatz war, sah ich links auf einem Feld einen kleinen Dustdevil tanzen und direkt darüber dreht ein Vogel auf.
Da geht es hoch!
Es dauerte etwas bis ich das Zentrum gefunden hatte, aber dann ging es zuverlässig mit 2,5 m/s nach oben. Florian Zech war in der Zwischenzeit auch gestartete und suchte weit unter mir nach Thermik.
Das schafft er nicht mehr
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Nach 10 Minuten war ich auf 1.200 m! Aus der dunklen Wolke über Moers fielen die ersten Regentropfen und ich flüchtete Richtung Westen. Südlich von Rheurdt sah ich Holger wie er Richtung NW flog und immer mehr an Höhe verlor. Als ich dort ankam, landete er gerade in Kengen direkt neben meinem „alten zu Hause“.
Südlich von Aldekerk fand ich die nächsten Thermik. Während ich die ersten Kreise drehte, tauche plötzlich aus Osten der Gleitschirm von Florian auf.
Das gibt es doch nicht!
Er hatte es tatsächlich noch geschafft! Ich habe mich total gefreut für ihn. Gemeinsam haben wir uns auf die Suche nach der nächsten Thermik gemacht. Und die hatte es in sich! Mit teilweise 6 m/s Steigen ging es auf über 2.000 m hoch. Wahnsinn!
Bei dieser Gelegenheit konnte ich zum ersten Mal die Vorteile des C-Pilot Pro erleben. Das Gerät warnte mich rechtzeitig vor einer möglichen Kollision mit dem Luftraum C (Untergrenze FL65) unter dem wir uns noch befanden. Das Gerätes wechselte automatisch auf die „Luftraum-Seite“ und so konnte ich den kürzesten Weg in den freien Luftraum nehmen. Genial.
Die dunklen Regenwolken hatten sich uns in der Zwischenzeit bedrohlich genähert. Wir waren uns einig das es vielleicht besser wäre, wenn wir landen gehen. Der nächstgelegene Ort – mit einer sehr guten Eisdiele – war Wachtendonk. Mit “angelegten Ohren” versuchten wir Höhe abzubauen, was mir nicht besonders gut gelang. Mein U-Sport weigerte sich hartnäckig – mit schlagenden Aussenflügel – diesen Flugzustand einzunehmen und verhielt sich ziemlich nervös in der turbulenten Luft.
Das hat keinen Sinn
Florian hatte sich in der Zwischenzeit Richtung Straelen abgesetzt und ich entschied mich Richtung Venlo zu fliegen.
Über der blauen Lagune ging es wieder auf 2.000 m rauf. Auf dem Weg Richtung Kaldenkirchen machte sich dann der SO-Wind bemerkbar. Es ging stellenweise mit gerade mal 15 km/h über Grund voran. Die Regenwolken von vorhin hatten sich verzogen und so entschloss ich mich umzudrehen und mit “Rückenwind” so weit es ging zurück zu fliegen.
Östlich von Venlo waren drei Segelflugzeuge am kreisen. Als ich mich denen nähere, merkte ich schon wie die Luft wärmer wurde und nach Nadelwald roch. Hier beamte es mich in den nächsten 10 Minuten von 700 m auf 2.319 m hoch. Wahnsinn! Es folgte ein langer Abgleiter bis nach Wachtendonk.
Eine viertel Stunde später saß ich schon bei Anna im Auto und wir fuhren zurück zum Averdunkshof. Vielen Dank dafür.
Holger ist 10,4 km und Florian 29.5 km weit geflogen. Bei mir ist es ein 46.5 km langer “freier Flug” geworden.
Dank dem Engagement von Theo können in diesem Jahr Flüge, die von einem unsere Schleppgelände gestartet worden sind, beim XCCup eingereicht werden. Teilnahmebedingungen und Bewertungsfaktoren findet ihr hier: Ausschreibung 2011.
Mein Flug wurde als 35,68 km flaches Dreieck gewertet.
Hi Martin,
Schoner flug und “weblog-report”.
Grusse Edwin.