Am Pfingstwochenende fanden zum 8. Mal in Oppenau im Schwarzwald die BaWü Open statt. Bis auf den ersten Tag wurden bei durchgehend gutem Wetter drei Wettbewerbsdurchgänge geflogen. Allerdings machten es großflächige “Super-Abschattungen” am Startplatz den Organisatoren nicht gerade einfach: Startzeiten mussten verschoben werden, und am Sonntag wurde sogar die geplante Aufgabe von 65 km auf 42 km reduziert. Am letzten Wettkampftag waren die Bedingungen dank starkem Wind und kräftiger Thermik recht sportlich, und eine Reihe von PilotenInnen entschieden sich dagegen zu starten.
Theo Schürholz – seit kurzem mit einem Aircross U Sport unterwegs – konnte sich mit zwei sehr guten Durchgängen am Ende Platz 14 in der Gesamtwertung sichern. Mit gerade mal zwei Punkten verfehlte er Platz drei in der Serienwertung. Meine Gratulation zu dieser tollen Leistung.
Ausführliche Tagesberichte und alle Ergebnisse findet ihr auf der DHV-Website.
super geil!!! Glückwunsch
Nach drei gültigen Wertungsläufen führt Theo im German Cup 2010: (Ergebnissliste, PDF)
Auch ich gratuliere dem Theo zu seiner Topplatzierung!
Schon letztes Jahr, war Theo gut dabei und dank seiner jahrelangen Flugerfahrung im Flachland, konnte er auch in diesem Jahr bei der BaWü gut punkten – vor allem der zweite Task. Dass auch der USport eine gute Leistung abliefert konnte ich bei dem dritten Task persönlich erleben. Bei recht starkem Gegenwind (20-25 km/h) lag meine Gleitzahl bei etwa 2-3. Um Höhe zu machen musste ich mich stark mit dem Wind versetzten lassen und so vernichtete ich mehrmals 800-1000 m Höhe um am Ende 100 m weiter alles von neu zu beginnen. Als auch noch mein GPS ausgegangen war, brach ich den sinnlosen Versuch ab. Gut gelandet (viele sind an diesem Tag im Lee mit heftigen Turbulenzen gelandet), durfte ich dem Theo in der Luft zusehen. Da wo mein Astral vollbeschleunigt mit über 3 m/s Sinken nur noch mühsam vorwärts kam, konnte der USport durchaus mit den Hochleistern mithalten – das hätte ich nicht gedacht.
Ich muss in diesem Jahr endlich etwas mehr fliegen (in Polen regnet es leider seit Wochen fast ununterbrochen), so dass ich nächstes Jahr auch etwas Sportlicheres fliegen kann… Der neue Astral fliegt gut, doch im Wettbewerb macht ein Hochleister sicher mehr Spaß… daran werde ich jetzt arbeiten.
Schöne Grüße aus Sosnowiec
Jarek
Hi Jarek,
das ist wirklich schade, was für ein Wetterpech Du zur Zeit in Polen hast. Sei froh, dass Du nicht in einem der Überschwemmungsgebiete lebst. Was man da so in den Nachrichten gesehen hat, war echt übel.
Wegen deinem Astral würde ich mir jetzt nicht so viel Gedanken machen. Der Schirm fliegt doch richtig gut. Klar ist ein U Sport besser. Aber entscheidend ist immer noch der Pilot der darunter hängt und seine Fähigkeiten das Maximum aus dem Schirm herauszuholen. Theo schafft es einfach sehr schnell sich auf einen neuen Schirm einzustellen.
Ich freue mich schon darauf dich auf den German Flatlands in Altes Lager zu treffen.
Viele Grüße auch an deine Familie, Martin
Hallo Martin,
Endlich gibt es auch hier Sonnenschein!
Ich weiß noch, als ich darüber erzählte, wie gut die Thermik in Polen werden kann und wie weit die Jungs letztes Jahr hier flogen – und dann so was… Vielleicht wird es ab jetzt besser, damit ich mich auf Altes Lager etwas vorbereiten kann. Der Astral 6 ist ein sehr guter Schirm und in meinen Augen als 2er mit die erste Wahl. Im Wettbewerb vergleicht man sich jedoch mit Schirmen jenseits von dem, was man sonnst so in der Luft zu sehen bekommt. Da braucht man leider ein paar Tage um darüber wegzukommen…
Ich hatte das kurze Vergnügen mit Peter Jung und Davide Licini (nur zu dritt) in einer engen und
starken Thermik zu kurbeln. Die Schirme kamen sich recht nah, doch alles funktionierte 1a. Auf ein mal ruft Davide “und weiter” beide verlassen die Thermik und rasen davon. Ich habe noch nie so nah Gleitschirme so schnell fliegen sehen.
Als ich ca. 20 Jahre alt war hat mich mal ein Porsche total abgehängt. Es fühlte sich an, als hätte ich voll gebremst und er wäre mit 180 km/h weitergefahren. So ähnlich empfand ich es auch in dieser Situation. Irgendwann mal möchte ich auch solche Schirme fliegen, doch das wird noch einige Jahre dauern. Bis es soweit ist übe ich mit meinem Astral weiter, mit dem Wind kann man auch mit einem 2er sehr schön fliegen…
Einen schönen Flugtag!
Jarek
Der U-Sport ist sicherlich nicht schlecht, aber viel wichtiger ist bei solchem Wetter die richtige Route (der Gegenwind ist nicht überall gleich!), die richtige Höhe und natürlich ein bisschen Glück. Auf jeden Fall gleitet er mindestens so gut wie der Mantra M3. Meine Flächenbelastung ist mit der Größe S natürlich nicht zu unterschätzen. Auch ist das Kurbeln bei Starkwind viel schwieriger und da macht sich ein bisschen Routine schon bemerkbar. Dieses Ridge-Fliegen mit vielen Fliegern ist allerdings nicht so mein Ding. Auf langen Zielflügen wie beim 2. Task kann ich am besten Punkte machen, wenn es darum geht, oben zu bleiben.
Leider fehlt mir in Neuss im Moment Jarek, um den Streckenflugwettbewerb wieder interessant zu machen. Die 29 km bis zur Sophienhöhe sind zwar nicht viel im Vergleich zu Martins 59 km, aber unter dem Deckel fliegt man in einer anderen Liga.