Blauer Himmel über Altes Lager. Aufgrund der vorhergesagten geringen bis mäßigen Thermik und einer niedrigen Basis entschieden sich die Tasksetter für eine keiner Aufgabe. Der 3. Task geht über 60 km von Altes Lager (SS r = 5.000 m) Richtung Westen nach Barby (ES r = 15.000 m). Als Zielort wurde ein großes Feld südöstlich von Zerbst gewählt.
Im Gegensatz zu gestern stand heute der Wind frontal auf der Schleppstrecke und die Starts auf allen drei Startplätzen klappten nahezu reibungslos. Den meisten Piloten genügte heute ein Start um in der zuverlässigen Thermik eine gute Abflughöhe zu erreichen. Nach kurzer Zeit bildete sich ein erster Pulk auf der SW-Seite des Geländes die gemeinsam auf 1.400 m aufdrehten.
Ich startete um 12:40 auf der mittleren Schleppstrecke. Zusammen mit Theo – der direkt nach mit gestartet war – suchten wir auf der Südseite des Geländes nach dem richtigen Bart. Bei 900 m entschloss ich mich weiter Richtung Westen zu fliegen, wo gerade zwei Piloten in einem Bart am steigen waren. Auf dem Weg dorthin durchflog ich mehrere Thermiken, wovon ich eine bis auf eine Höhe von 1.400 m nutzen konnte. Theo blieb am Gelände und schloss sich einem weiteren Pulk an.
Vor der nächsten Ablösung bin ich auf Jürgen Decker (UP Trango 3) und Gerhard Ott (Gin Zoom) gestossen. Gemeinsam sind wir – unter einer Wolke die sich gerade bildete – bis auf 1.700 m hoch. Das Steigen war so stark, dass wir frühzeitig wegfliegen mußten um nicht in die Wolke gesaugt zu werden. Bis zur Autobahn A9 flogen wir mehr oder parallel nebeneinander. Eine super Erlebniss!
An der A9 habe ich mich mit einer sehr ruppigen Mähdrescherthermik wieder ausgegraben. Hinter der Autobahn bin ich dann in eine Hammerthermik eingeflogen, wo ich fast in der Spirale mit über 3 m/s auf 1.800 m hochgebeamt wurde. Mit einem weitern Bart ging es dann mit Rückenwindunterstützung ins Ziel. Dies war meine zweite Zielankunft bei einem Wettbewerb und mit 63,4 km mein weitester Flug überhaupt
Insgesamt haben es über 30 Piloten ins Ziel geschafft. Einige Piloten sind dann noch weiter geflogen. Axel Finke, Thoralf Hase und Hans-Hermann Pieper sind über 120 km Richtung Harz geflogen. Respekt!
Ich habe etwas länger am Alten Lager geparkt, weil in 800m eine Inversion störte und noch genügend Zeit war. Beim Ziel habe 15 min verschenkt, da ich weiterfliegen wollte. Vor Magdeburg sah ich dann auf der Moving Map einen Luftraum, der wie eine Kontrollzone aussah. Wie sich später rausstellte war es nur Luftraum F. Ich habe dann umgedreht und so meinen 1. Hunderter verpasst. Immerhin 87 km. Aber heute haben wir noch eine Chance, vielleicht klappt es ja. Grüße Theo
Ich freue mich mit Euch beiden und wünsche weiterhin, solch gute Ergebnisse!
Werden Piloten, die an dem Ziel vorbei fliegen dennoch abgeholt, oder ist es dann eher auf eigene Kappe?
Schöne Grüße
Jarek
Ich bin es nochmal…
Tolle Bilder, doch was lese ich da „Theo mit seinem neuen Aircross Usport“. Das glaube ich einfach nicht – wann hast Du Theo ihn gekauft, jetzt im Altes Lager?
Theo hat sich den Schirm nur mal zum probefliegen ausgeliehen. Aber ich denke mal nach den 115 km die er heute geflogen ist, wird er sich mit Sicherheit bald einen Usport zulegen. Er ist total begeistert von dem Schirm. Ich werde mir auch mal einen in Größe L (bis 115 kg) zum Probe fliegen kommen lassen.
@Jarek – Heute hat die Rennleitung eine klare Ansage gemacht: Wer über das Ziel hinaus fliegt ist für seine Rückholung selber verantwortlich.
Du kannst dann auch den fliegen den ich grade da hab!
Der Zwillingsschirm von dem den Theo geflogen hat.
Hallo Ihr Zwei,
da seid Ihr ja richtig erfolgreich. Alles Gute aus der Heimat kommt auch von mir.
@Theo: Falls wir uns bald mal wieder über den Weg laufen müssen wir unsere Schirme gut markieren
.
Liebe Grüße,
Holger
Gratulation zu Euren schönen Platzierungen!!!
Der zehnte Platz von Theo ist der Hammer – ich merke Theo, Du bist richtig in kommen. Da möchte ich gar nicht daran denken, wie gut ihr nächstes Jahr seid und vor allem welche Schirme von Euch geflogen werden… (hihiii).
Ich warte noch etwas, auf den neuen Peak, oder den neuen Omega, oder den neuen Poison… halt den sichersten von den drei.
Da sind wir in diesem Jahr schon gut geflogen, vielleicht kommen da aber noch ein Paar Hammertage für die 100km am Niederrhein!
Schöne Grüße
Jarek
P.S. Hallo Holger, Du fliegst jetzt den USport?
Hattest Du den Cayenne3, nur als Tester?
Hallo Jarek,
nein, der C3 ist kein Tester.
!
Der U-Sport ist ein Tester, zumindest noch
Ich habe ihn am Freitag Nachmittag bei teilweise doch recht sportlichen Bedingungen (Ostwind mit kräftigen Ablösungen) 5 Flüge an der Winde erstbeflogen.
Der letzte Flug hat mich dann nach Sevelen geführt.
Ein tolles Gerät. Ich werde, bei hoffentlich besserem Wetter, diese Woche noch einen weiteren Testtag einlegen und mich danach entscheiden.
Der Cayenne3 ist wohl doch eine Nummer zu klein für mich, L so wie der U-Sport Tester ist dann doch die bessere Größe.
Schöne Grüße,
Holger
Hallo Holger,
ich finde den USport ebenfalls sehr interessant, alleine auf Grund der Streckung sollte die Leistung stimmen. Nur bin ich etwas zu schwer (zu schwere Knochen, ein Überbleibsel der Tschernobyl Katastrophe
), um diesen (auch in XL) zu fliegen.
Ich habe bereits mit Konroo gesprochen und auch er meint, mit 125kg fliegt der XL am besten. Ab 130kg ist es jedoch vorbei mit der Leistung…
Schöne Grüße
Jarek
Hallo Holger. Wenn du im Gewichtsbereich oder an der Obergrenze bleibst, brauchst du keine Nummer größer. Das Sinken erhöht sich maximal mit der Wurzel aus der Flächenbelastung.
Hallo Jarek,
Danke für die Glückwünsche.
Die 5 kg machen sicher nichts aus. Und die Klapperreaktionen sollen harmloser sein, als bei 1-2ern, unbeschleunigt wohlgemerkt. Vollbeschleunigt mit Klapper wirst du auch bei anderen 2-3ern deinen Spaß haben. Der U-Sport ist eher noch stabiler als der Trango und ist der 1. Schirm, bei dem mir das Beschleunigen richtig Spaß gemacht hat (leichtgängig und wirkungsvoll). Die Verarbeitung ist vorbildlich. Ralf ist übrigens mit seinem Trango nach Hamburg geflogen, weil der nicht so anstrengend wie sein Boom ist und weil mit dem Wind das beschleunigte Fliegen nicht so wichtig ist. Was beim Usport am Angenehmsten ist, der zieht in die Thermik rein, beim Trango muss man schon mal nachhelfen.
Theo