Spätstarter

30. Mai 2009

Niederkrüchten-Elmpt an der deutsch-niederländischen Grenze :: © Martin Speis

Zerrissene und kaum zentrierbare Thermik. Viel zu windig. Das kannst Du vergessen.

Von wegen. Um 16:30 Uhr schleppte ich Matthias zum zweiten Mal auf über 500 m Ausklinkhöhe. Er ließ sich auf die Nordseite des Schleppge­ländes versetzten und fand auf der Höhe der Bundesstraße den Einstieg in die Thermik. 10 Minuten später meldete es sich über Funk: „Jungs ich bin auf 1.500 m.“ Grrrr!

Kurz nach fünf habe ich dann auch noch mal probiert. Stefan schleppte mich auf 300 m hoch. Nach dem Ausklinken flog ich direkt Richtung SW ab. Und tatsächlich ging es – wie vorhin schon bei Matthias – hinter der Bundesstraße kontinuierlich nach oben. Auf der Höhe Nieukerk hatte ich die 1.000 m Marke durchbrochen und flog weiter Richtung Wachtendonk.

Heute geht es bestimmt über den Dörfern am besten nach oben.

Hinter Wachtendonk beamte es mich auf 1.500 m hoch und dann im Geradeausflug auf knapp 1.700 m. Wahnsinn! Weiter ging es über die Krickenbecker Seen und Kaldenkirchen „runter“ nach Bracht. Hier konnte ich noch einmal auf 700 m aufdrehen. Über Brüggen gelang es mir der zerrissene Thermik 200 m Höhe abzuringen und mit 400 m bis nach Elmpt zu fliegen. Auf einem riesigen Acker bin ich dann gegen den Wind senkrecht runter geeiert.

Mein längster Flug am Niederrhein: 37,5 km

Kurz vor Susteren :: © Matthias KlingerMatthias hat sich um 19:15 Uhr per SMS gemeldet: „Bin 18 km vor Heinsberg gelandet.“.

Wie sich nachher herausstellte ist er die Mass entlang bis nach Susteren geflogen (Luftlinie 61 km). Respekt!

Matthias hat die wichtigsten Stationen seines Fluges zusammengefasst:

In die erste Thermik stieg ich bei 420 m ein. In ihr ging es bis auf 1.500 m hoch. Danach schneller Höhenverlust auf 380 m 5 km vor Straelen. Nach einem Geduldspiel mit einem eher zweifelhaftem Nullschieber, der nochmal 60 m Höhe kostete, ging es auf 780 m und mit einer kleine Pause wieder auf eine gute Arbeitshöhe von 1.250 m. Ohne großen Höhenverlust ging es an Straelen, Kaldenkirchen und Venlo vorbei. Die Bedingungen wurden ab der A61 immer besser und der Wind legte noch mal zu und mit gutem Groundspeed ging es an Roermond vorbei bis Susteren wo ich beim Landen in 180 m Höhe noch mal 3 m/s steigen hatte! Ich wollte aber runter weil ich völlig durch gefroren war. Man sollte sich halt richtig anziehen bei fliegen! Fliegergruß Matthias

Seine Flugspur mit einigen Thermikquellen hat er als KMZ-Datei beigelegt.

Weitere Streckenflüge am Niederrhein

Bis jetzt gibt es 4 Kommentare.

  1. Johannes sagt:

    Glückwunsch, absolut klasse Leistung.

    Gruß, Johannes

  2. AndI sagt:

    Großartig!
    Ihr Zwei habt’s mal wieder vorgemacht!
    Glückwunsch und beste Grüße
    Andreas

  3. günther leo sagt:

    hallo martin, gratulation, wäre gern am freitag mit.

    und dich, matthias, habe ich ja gestern noch getroffen.
    nochmals gratulation.

    günther

  4. Martin sagt:

    Dies ist ein Test ;-)

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