Von oben sieht alles anders aus
11. August 2007
Unter dieser Headline erschien heute im Lokalteil der NRZ folgender Artikel:
STUFENWEISE. 52 Höhenmeter bis zum Gipfel. Der Niederrhein hat nun seine „Himmelsleiter“.
KLARA HELMES
NEUKIRCHEN-VLUYN. Jetzt hat die Halde Norddeutschland ihre beiden Kunstwerke, die sie prägen sollen: Nach dem stählernen „Hallenhaus“, das seit einiger Zeit als Landmarke weithin sichtbar ist, wird am kommenden Samstag, 19. August, auch die „Himmelsleiter“ eingeweiht. Ein Projekt für die ganz Sportlichen, 360 Stufen führen über 52 Höhenmeter bis knapp unter den Gipfel. Nächtliche Lichtkunst wird das Ensemble ergänzen, denn das Geländer der Treppe und das Stahlträger-Haus werden angestrahlt.
Planungsstart für die „Himmelsleiter“ war bereits 2003. Für die künstlerische Gestaltung des Hügels hatten das Büro Observatorium Rotterdam und das Büro Professor Wehberg in Hamburg den Zuschlag bekommen.
Dann musste wegen der schwierigen Umsetzbarkeit zwischenzeitlich umgeplant werden – für die Treppe durfte der Haldenkörper nicht verletzt werden. So kam man auf die jetzige Metallkonstruktion, die auf Pfeilern steht. Was die Sache jedoch erheblich verteuerte. Mit 400 000 Euro kostet das Stufen-Kunstwerk rund doppelt so viel wie ursprünglich veranschlagt. Wenn das noch geplante Startrampen-Haus für die Luftsportler Ende des Jahres fertig ist, wird die gesamte Inszenierung des Berges beim Eigentümer Regionalverband Ruhrgebiet mit gut 2,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Wovon man sich beim Land etwa 80 Prozent zurückholt.
Proteste gab es während der Entstehungsphase. Rund 900 Unterschriften waren von Bürgern gesammelt worden, die sich angesichts knapper städtischer Mittel gegen die teuren Bauten auf dem Berg und deren Beleuchtung richteten. Immerhin wird der Strom für die Lichtkunst jährlich 5000 Euro kosten. Reparaturen der jetzt schon mutwillig zerstörten Schilder, Bänke und ähnlichem nicht mitgerechnet.
Auf den Wegen rund um den Berg stählen sich inzwischen die Nordic-Walker des Ausdauersportvereins. Auch die Luftsportler haben hoch oben ein Zuhause gefunden und verschönern bei gutem Wetter mit ihren bunten Drachen und Gleitschirmen den Himmel. Wanderer kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Ein Spazierweg schlängelt sich rund um den Berg und dauert eine Stunde. Ein kürzerer führt in etwa 20 Minuten auf den Gipfel.
Die „Himmelsleiter“ in Neukirchen-Vluyn ist sicherlich die längste Treppe der Region. Aber es gibt auch noch andere Stufen, die es lohnen, abgearbeitet zu werden. Denn: einmal oben, entschädigt eine herrliche Aussicht auf den Niederrhein all die Mühen des Aufstiegs. Ein paar Treppen-Tipps finden Sie auf dieser Seite. Eingefangen von unseren Fotografen Peter Oelker, Friedhelm Geinowski, Heiko Kempken und Dirk Schuster.

12. August 2007 at 20:07
Hi Martin,
was kommt denn da für ein “Startrampenhaus”??
Was zum “Mike-Küng-Klettern”…
Hab heute das Wetter genutzt und bin in Kerken Gyrocopter geflogen. Da fliegt man ständig durch Termik, die wir immer verzweifelt suchen. Zwei, drei Sekunden steigen – aber bei einer Geschwindigkeit von 110 Km/h. Und da sind drei Sekunden lang!
Oder gings heute wirklich so gut?!
Gruß
Stefan
12. August 2007 at 20:46
Hi Stefan,
keine Ahnung was die mit dem „Startrampen-Haus für die Luftsportler“ meinen. Ich werde in den nächsten Tagen mal beim RVR nachfragen.
ßber dem Schleppgelände an der Halde Norddeutschland ging es heute erstaunlich gut. Thomas, Bernd und Britta konnten bis auf 800 m aufdrehen und Bernd das ganze noch in einen ordentliche Strecke umsetzen.
Schade das Du nicht mit dabei warst.