Thomas, Ralf, Detlev und ich waren seit einer halben Stunde an dem SW-Hang des Amphitheaters am groundhandeln, als Ralf plötzlich von einer Böe gut 6 m in die Höhe gerissen wurde. Sein Schirm klappte einseitig ein und dreht augenblicklich 180 Grad Richtung Hang ab. Eingetwistet drohte er mit dem Hang zu kollidieren bzw. ins Lee gespült zu werden. Mit Können und einer guten Portion Glück gelang es ihm aber den Schirm zu stabilisieren und im Amphitheater zu landen. Das war verdammt knapp!
Um 16:30 Uhr ließ der Wind etwas nach und wir sind zum SW-Startplatz rüber gegangen. Jörg und Thomas waren die Ersten die sich in die brisante Mischung aus überregionalem 20er SW-Wind und knackiger Thermik. Eine sichere Beherrschung der “CD-Technik” war Pflicht. Unkonzentriertheit wurde sofort bestraft: grün gefleckte Hosen, verdreckte Gurtzeuge und ein Riss in Jörgs Schirm waren die Folge.
Gegen 19:00 Uhr wurde es dann ruhiger und man konnte entspannter im oberen Bereich der Halde fliegen. Allerdings dreht der Wind immer weiter auf West.
Hier ein paar Bilder von diesem Tag:
und hier ein kleiner Film: “Starkwindsoaring an der Halde Norddeutschland”
Starkwindsoaring an der Halde Norddeutschland von Martin Speis.








Da sag doch einer die C und D Ebene ist nicht wichtig!
Bei starkem Wind nur über die Bremsen den Schirm zu kontrollieren ist einfach LEBENSGEFÄHLICH!!!!
Eine Böe, und man ist in einer Sekunde ca. 10 m hoch, dreht sich um den Schirm und verliert die Kontrolle über seinen Schirm. Wenn ich in diesem Moment noch weiß wo ich mich im Raum befinde habe ich vielleicht noch sieben Sekunden Zeit zum landen.
Ich sag nur Groundhandling: mehr Gefühl für seinen Schirm!