Kurz nach 12 war ich heute am Schleppgelände an der Halde Norddeutschland. Die anwesenden Piloten waren gerade dabei, eines der beiden Schleppseile zu bergen. Ein Schüler hatte sich zu stark abtreiben lassen und es gelang ihm nicht mehr den Schirm Richtung Winde zu steuern. Andreas hatte daraufhin, im richtigen Moment, das Windenseil gekappt.
Der Wind hatte mittlerweile aufgefrischt und es zogen immer wieder Böen quer über die Schleppstrecke.
Kurz vor 13:00 Uhr machte ich meinen ersten Start. Andreas zog mich perfekt auf eine sagenhafte Höhe von 430 m. Kurz vor dem Ausklinken bemerkte ich, das die Trackaufzeichnung in meinem GPSMAP 60CS noch nicht aktiviert war. Ausklinken, ins Trackmenü wechseln, Trackaufzeichnung auf “on” und zurück in die Kartendarstellung. Fertig und los. Ich hatte ja gedacht, das ich heute über dem Gewerbegebiet von Neukirchen-Vluyn was finde, war aber nichts. Hinter der Geldernschen Straße wurde das Sinken schwächer. Weiter Richtung NO. Über der A57 und 200 m über Grund zeigte mein Vario endlich Steigen an. Ich konnte mich einigermaßen auf dieser Höhe halten. Hinter Sandfort fehlte mir dann der Mut mit einer Höhe von 200 m und schlechter Aussicht auf Steigen die nächste Hürde Richtung Rhein anzugehen. Ich wußte gar nicht das vor Lintfort ein riesen Umspannwerk liegt.
Ne da flieg ich nicht drüber!
Ich bin dann im sichern Abstand von den Überlandleitungen gelandet. Ich hatte den Schirm noch nicht abgelegt, als an der Kamper Straße Stephan mit seinem Cabrio hielt und mich zurück zum Schleppgelände brachte. Vielen Dank.
Meine Flug könnt Ihr euch im DHV XC Flying Contest ansehen.
Wenn es interessiert: Den Tracklog habe ich mit dem neuen Maxpunkte 5.0 vom GPS heruntergeladen und als IGC-Datei abgespeichert. Diese IGC-Datei habe ich dann als registrierter Nutzer auf xc.dhv.de hochgeladen. Die Auswertung und Optimierung passiert direkt auf dem Server. Darüberhinaus habe ich die IGC-Datei mit dem neuen Igc2Kml-Programm von Heinrich Delasiava in eine KML-Datei konvertiert. Dank hochaufgelöster Satellitenbilder und aktuellen Luftraumdaten ist Google Earth inzwischen ein wertvolles Werkzeug zur Streckenflugplanung und -auswertung.
Zitat Martin:”Ich habe mich heute mit Detlev und war Kurz nach 12 war ich heute am Schleppgelände an der Halde Norddeutschland.” ?????
Wow, muss ne geile Geburtstagsparty gewesen sein wenn Du immer noch so viel Promille drin hast!
Nochmals alles Gute zum Geburtstag und viel Thermik für die verbleibenden Jahre!
Dein Fliegerfreund Andreas
Ich schaue mir meine GPS flüge auch gerne mit dem Programm “SEE YOU” an!
http://www.naviter.si/products/seeyou.php
Ob es gut ist kann ich nicht sagen da ich zu wenig Erfahrung mit GPS Programmen habe , aber sehr gut gefällt mir hierbei die Animation in 3 Ansichten!
Gruß Andreas
SeeYou ist ein tolles Programm: Vektorkarten, umfangreiche Fluganalyse, 3D-Darstellung, Fluganimation, Flugplanung und das Management von Wegpunkte. Und die neuste Version kommt mit allen gängigen GPS-Geräten und Loggern klar.
Wenn da nicht die Aktivierungsbarriere von 153 Euro wäre.
Ich benutze selber zum analysieren meiner Flüge CompeGps. Ich finde aber das GoogleEarth die optimale Darstellung bringt. Da kein Program schöne Kml-Dateien erzeugt, habe ich halt selber eins geschrieben.
Ich finds schön daß es auch benutzt wird.
@Martin: Eine Höhenanpassung des Landepunktes würde verhindern, daß der Flug sich schon vor der Landung in den Boden bohrt.
Heinrich
Danke für den Hinweis Heinrich. Ich habe den Track um 16 m angehoben und die KML-Datei ausgetauscht.