permalink

1

Pepe fliegt 164 km von Wenholthausen

Andreas Malecki 164 km Flachlandflug vom Startplatz Wenholthausen :: © OLCAm 23.07.2006 gelingt Andreas Malecki alias Pepe ein 163,8 km Flug von Wenholthausen im Sauer­land. Mit einer Basishöhe von 2000 m, einem inte­griertem Steigen von bis zu 7 m/s und strecken­weise 70 km/h Groundspeed erreichte er um 18.50 Uhr Stockhausen, kurz hinter Eisenach.

Hier sein spannender Bericht:

Leider frühstückte ich mit einem Freund etwas länger und so kam ich leider erst um 13 Uhr auf den Startplatz. Dort angekommen war ich fast schon enttäuscht das mich nicht wie erwartet eine bunte Traube Gleitschirme am Himmel erwartete. Es sah nämlich vom Wolkenbild ganz fantastisch aus. Aber die Fliegerkollegen warteten alle auf das Wolkenloch das sich nun aber auch prompt zeigte.
Innerhalb weniger Minuten haute ich mich raus und konnte bei etwas Wind nicht nur die Höhe halten, sondern auch einige Hundert Meter aufdrehen. Ich wartete in der Luft auf meinen Liga Freund Olly Blonske, der aber leider den Aufzug nach oben verpasste. Mittlerweile war es schon 14 Uhr geworden und ich überlegte ob ich überhaupt wegfliegen sollte. Aber diese schönen Wolken flüsterten in mein Ohr, … komm, hi hi. Also nix wie weg!

Mit Westwind von 10–15 km/h ging es auch ganz flott dahin. Nur leider habe ich direkt hinter dem Hennesee (wie halt immer dort) mein großes Thermikloch. Direkt nach 10 km sah ich mich dem Boden schon ziemlich nah. Doch dem kleinen Hügel zwischen Meschede und dem Stüpel könnte ich ein strammes Bärtchen entlocken. Ich bog jetzt schon ziemlich früh immer etwas OSO ca. 110 Grad ab, da ich mit der CTR Paderborn auf Nr. sicher gehen wollte. Bei den Bruchhausener Steinen starteten gerade so nach einander 5 Drachen, von denen aber keiner Höhe machen konnte. Die Abschattung die nun die nächsten 15 km kam, sollte mich aber nicht fressen, da das komplett im Schatten liegende Willingen mir einen fünf Meter Hammer mitten über dem Ort als Geschenk mit auf den Weg gab. Weiter ging es mit großer Höhe (ca. 2000 m) direkt über Startplatz Welleringhausen Richtung Eiderstausee.

Mittlerweile verfolgte mich so etwas großes böses schwarzes, so das ich nun etwas zügiger Weiterflog. Etwas ins Gas steigend hatte ich jetzt etwas häufiger die sieben als erste von zwei Zahlen auf dem GPS beim Speed.

Erstmalig sah ich nun den Eiderstausee und muss schon sagen, dass dieses ein besonders schön aussehendes Exemplar von Stausee ist. Mittig drüber und auf der Ostseite wieder ruppige vier Meter hinauf bis … bitte nicht weitersagen, etwas in die Wolke, hi hi.

Als ich nun die breite Autobahn unter mir sah und auf die Uhr schaute, konnte ich es zuerst gar nicht glauben, keine drei Stunden unterwegs und schon die A7 überflogen! Nicht schlecht das Tempo. Nun aber nach dem Autohof an der A7 ein fast unüberwindbares Hinderniss! Die ICE Trasse, oder vielmehr die Brücke war höher als ich! Oje Pepe in Not … aber ein rettender Bart über einem kleinen Fußballbegeistertem Ort gab mir das zweite Geschenk des Tages! Nun konnte ich meine Reise Richtung Ex DDR weiter fortsetzen.

Kurz vor Eisenach beim früheren Grenzübergang konnte ich in Burgruinenhöhe meinen letzten Bart zentrieren, von dem aus ich locker Eisenach überflog, um dann kurz danach um 18.50 Uhr in Stockhausen zu landen.

Ein Megaerlebnis, aber das schönste kommt noch. Im Flug hatte ich schon zwei mal mit Werner Stempel telefoniert, der selber nicht flog aber meinen Autoschlüssel hatte. Denn als ich meinen Schirm nach ca. 25 Minuten verstaut hatte war Werner schon da! Danke Werner du bist das beste Shuttlebunny von der Welt!

1 Kommentar

  1. Pepe mach weiter so denn nur so geht es

    Fliegergruß von Hardy
    Freiflieger Niederrhein

    vielleicht sieht man sich ja mal
    und Glückwunsch

Hinterlasse eine Antwort

Pflichtfelder sind mit * markiert.

*