Der Unfall
29. Mai 2005
Auszug aus meinem Unfallbericht:
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Um ca. 18:30 Uhr habe ich die Schleppseile geholt.
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Von der Reihenfolge sollte ich am Seil der FFN-Winde und ein zweiter Pilot nach mir mit dem Seil der Revierwings-Winde geschleppt werden. Startleiter war Julius Storath (Beisitzer Windenschlepp und Vorstandsmitglied der Fliegerfreunde Niederrhein e.V.). Windenfahrer Dirk Soboll (Drachenfluglehrerassistent bei der Flugschule Revierwings, EWF für Drachen, ca. 60 Gleitschirmschlepps). Die Windverhältnisse waren zu diesem Zeitpunkt im grünen Bereich: 15er Wind (Böen bis max. 20 km/h) aus N-NW. Der Luftraum war frei, es befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Piloten in der Luft.
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Nachdem das Schleppseil straff war, habe ich – wie immer – noch einen Moment abgewartet und die Windverhältnisse beobachtet. Auf mein Kommando „Fertig“ habe ich meinen Schirm aufgezogen, abgebremst und den Kontrollblick durchgeführt. Auf mein Kommando „Start“ wurde ich augenblicklich vom Boden weggeschleppt. Die ersten 30 m stieg ich relativ schnell und steil aufwärts. Der Schirm stand zu diesem Zeitpunkt in der „normalen“ Stellung, sodass ich mich mit Hilfe des Beinsteckers in das Gurtzeug setzte. Kurz danach bemerkte ich, dass der Schirm sich kontinuierlich nach hinten bewegte und der Seilzug immer weiter zunahm. Ich dachte mir, warum lässt der Windenfahrer nicht den Seilzug nach. In diesem Moment riss auch schon das „Seil“ (wie sich später herausstellt war es die Sollbruchstelle). Zu diesem Zeitpunkt befand ich mich in ca. 50 m Höhe. Der Schirm schoss augenblicklich mit hoher Geschwindigkeit nach vorne. Ich habe den Schirm stark angebremst. Der Schirm kam weit vor mir zum stoppen, wobei er sich sehr weich anfühlte (aussah). In diesem Moment klappte die rechte Seite ein, woraufhin der Schirm nach rechts abdrehte. ßber den weiteren Verlauf kann ich mich im Detail nicht mehr genau erinnern. Ich habe während der gesamten Absturzphase versucht Kontakt zum Schirm zu finden, meinen Lage (Pilot/Schirm) im 3D-Raum zu erfassen und zwischendurch den Schirm zu beobachten. Der Schirm hat dann noch mal geklappt und hat sich in ca. 8 m Höhe gegen den Wind gestellt. Der Schirm war zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht gefüllt. Der Schirm wurde vom Wind nach hinten gezogen, so dass ich in einem relativ flachen Winkel in einem Getreidefeld auf Höhe des Startplatzes, ca. 10 m östlich versetzt aufgeschlagen bin.
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